Anträge/Projektideen und die Bearbeitung durch den Bezirk - 2019/2020

Hier finden sich alle Anliegen die beim Antragstreffen des Jugendparlaments Hietzing vorgestellt wurden und die Antworten der Bezirkspolitik.

Wenn Du Dich für Deine Anliegen, Wünschen, Anregungen und Vorschläge für Hietzing einsetzen möchtest, dann musst Du nicht bis zum nächsten Jugendparlament warten! Frau Bezirksvorsteherin Kobald und die Bezirksrät/-innen aus Hietzing haben regelmäßige Sprechstunden bei denen Du gerne vorbei kommen kannst! Alle Informationen dazu findest Du im Internet unter  www.wien.gv.at/bezirke/hietzing 

Die Anträge und Projektideen aus dem Jugendparlament Hietzing 2019/2020 werden in normaler Schrift und die Antworten bzgl. Umsetzungsmöglichkeiten des 13. Wiener Gemeindebezirks in kursiver Schrift unten aufgelistet. Wir hoffen damit möglichst gut nachvollziehbar zu machen, welche der Anträge umgesetzt werden können und welche Anträge leider negativ bearbeitet wurden.



Parkanlagen

Bodenänderung bei Wellenbänken im Hügelpark

Wir sind eine Gruppe die gerne in der Freizeit im Hügelpark im Bereich der Wellenbänke ist. Die Wellenbänke finden wir gut, auch wenn sie wieder aufgepeppt werden könnten. Ein Problem ist aber der jetzige Bodenbelag bei den Bänken, der sehr sandig und staubig ist. Hier möchten wir etwas verbessern! Unser Anliegen: Die Bezirksvorstehung soll mit der zuständigen Abteilung die Möglichkeit für eine Begrünung des Bereichs prüfen. Nachdem es eher schattig ist wäre vielleicht auch ein Granulat Boden eine Möglichkeit? Wenn wir da mitplanen können, dann wären wir dabei. Derzeit ist es so, dass wenn viele Kinder und Jugendliche hier herum laufen der Boden aufgewirbelt wird, es ist sehr staubig und man atmet den feinen Staub auch ein. Auch ist das Problem, dass man sich leicht aufschürft wenn man stolpert. Das wäre bei Gras dann nicht der Fall. Außerdem wird unsere Kleidung dreckig, aber auch dieses Problem ist mit Wiese oder Granulat ja behoben.

Die Wellenbänke stehen zum größten Teil im unmittelbarem Wurzelraum der dort stockenden Bäume. Aufgrund der intensiven Nutzung des Bereiches kann eine Rasenfläche dort leider nicht gedeihen. Für die Errichtung eines Belages wäre ein Unterbau erforderlich, der den Wurzelbereich der Bäume beschädigen würde. Daher wird zum Schutz der bestehenden Bäume eine Beibehaltung der Situation vorgeschlagen.


Restaurierung des Skateparks Wolkersbergenstrasse

Der Skatepark in der Wolkersbergenstraße ist für einige Jugendliche in Hietzing ein wichtiger Treffpunkt. Leider ist der Skatepark schon etwas in die Jahre gekommen. Unsere Idee ist, dass der Skatepark attraktiver und beliebter wird. Er hat schon einiges Potential, aber man könnte mehr daraus machen. Unser Vorschlag ist, dass der Skatepark regelmäßig und gründlich gereinigt wird. Oft liegen hier Zweige usw. herum. Außerdem möchten wir anregen, dass hier am Abend eine Beleuchtung angebracht wird. Das würde vor allem im Herbst und Frühling ermöglichen, dass auch am späten Nachmittag und frühen Abend der Park genützt wird. Optimal wäre die Beleuchtung aus unserer Sicht bis 22:00.

Der Skaterpark in der Wolkersbergenstraße wird nach Auskunft der MA42/ Wiener Stadtgärten zweimal in der Woche gereinigt. Rund um den Skaterpark ist ein dichter Baumbestand, es ist leider nicht zu verhindern, dass Laub oder Zweige bis zur nächsten Reinigung liegen bleiben. Bei starker Verunreinigung (z.B. nach einem sehr stürmischen Tag) kann die MA42 informiert werden, auch im Büro der Bezirksvorstehung kann angerufen werden. In diesem Fall kann die nächste Reinigung früher stattfinden oder es kann gesondert zusätzlich gereinigt werden. Die Anbringung einer Beleuchtung wurde bereits geprüft. Einerseits ist dies eine Kostenfrage, da hierfür Starkstromleitungen verlegt werden müssen, dazu kommen die Betriebskosten sowie die Wartung einer Flutlichtanlage. Die Bewohner/innen der umliegenden Häuser haben sich gegen eine Beleuchtung während der Abend- und Nachtstunden ausgesprochen.




Projektideen

Ausbau der Wasserspender in Hietzing

Wir beantragen, dass im Bezirk über den Ausbau der Wasserspender im öffentlichen Raum nachgedacht wird und zusätzliche Wasserspender in Hietzing errichtet werden.

Insbesondere an Plätzen wo viele Menschen vorbei kommen sollten die Leute daran erinnert werden zu trinken. Wir denken dabei auch an die Umsteigeplätze im Öffentlichen Verkehrsnetz. Unser Anliegen hat zwei Zielsetzungen: mehr Wasserspender im öffentlichen Raum führen dazu, dass Menschen mehr Wasser trinken und deshalb gesünder leben. Außerdem gibt es auch einen Aspekt im Umweltschutz, da dann weniger Plastikflaschen gekauft werden.

Die Errichtung von Trinkbrunnen ist auch der Bezirksvorstehung immer ein großes Anliegen. Leider ist das wegen der notwendigen Aufgrabungen und langen Versorgungsleitungen sehr teuer. Es gibt eine lange Liste von Örtlichkeiten, wo weitere Trinkbrunnen errichtet werden sollen. Die letzten Trinkbrunnen, die errichtet wurden, sind z.B. im Hügelpark und in der Lainzer Straße 132. Auch am Seckendorff-Gudent-Weg konnte durch Kooperation mit dem Friedhof ein Trinkbrunnen errichtet werden. Zusätzlich können durch die Neubauten von öffentlichen Toilettenanlagen auch die Anschlüsse an das Trinkwassernetz genützt werden und dadurch kostengünstig Trinkwasserentnahmestellen installiert werden. Selbstverständlich bleibt die Errichtung weiterer Trinkbrunnen weiterhin ganz oben auf der Wunschliste des Bezirks.


Graffiti-Projekt oder Graffiti-Wand in Hietzing

Wir sind eine Gruppe, von der viele in die Otto Glöckel Schule gehen. Wir möchten gerne eine Wand in Hietzing haben, auf der wir auch legal Graffiti sprayen dürfen. Das wäre endlich eine gute Freizeitaktivität. Vielleicht geht es ja auch, dass es einen Tag gibt an dem wir Graffiti ausprobieren können. Wir könnten auch beim Flyer machen und bei der Werbung mithelfen. Vielleicht könnte man dann auch ein kleines Fest an dem Tag vom Workshop machen?

Das Finden neuer Flächen, die als Graffitiwände genutzt werden könnten, ist sehr schwierig. Einerseits stoßen diese in der Regel auf große Widerstände in der Anrainerbevölkerung, andererseits existieren nur sehr selten ungenutzte Liegenschaften im öffentlichen Eigentum, die hierfür (temporär) im Nahebereich der Otto-Glockel-Schule herangezogen werden können. Wir wissen, dass dieses Anliegen seit vielen Jahren eingefordert wird. Es wurde geprüft, ob man eine "Mobile Graffiti-Wand" aufstellen kann. Leider ist dies nicht möglich, da eine Sicherheit gegen das Umfallen bei Wind gegeben sein muss und sich die Frage der Haftung bei Schäden stellt. Die Einrichtung einer Graffiti-Wand im Wiental ist leider nicht möglich. Grund hierfür sind einerseits der Denkmalschutz, das Erscheinungsbild der Wiental-Stützmauern darf nicht verändert werden (Anm. uns ist bewusst, dass die Stützmauern regelmäßig durch Sprayer verunreinigt werden, dies stellt jedoch eine Verwaltungsübertretung dar und kann von staatlicher Seite keinesfalls gutgeheißen werden). Der zweite Grund ist der Hochwasserschutz. Das Wiental wird als Freizeitfläche genutzt, es dürfen jedoch keine Bänke oder auch Kunstflächen geschaffen werden, da dies zum "Verweilen" einladen könnte. Bei Regen kann der Wasserpegel im Wiental innerhalb weniger Minuten stark steigen. Dieses Jahr ergibt sich einmalig die besondere Chance, dass wir eine kurz vor Abriss befindliche Liegenschaft im öffentlichen Eigentum haben, die für einen Graffiti-Workshop genutzt werden kann.

Im Sommer wird der alte Kindergarten in der Anton-Langer-Gasse abgetragen und durch einen Neubau für die Kinder ersetzt. Wenn hier Interesse seitens der Otto Glöckel Schule besteht, dann werden wir gern alles in die Wege leiten, dass gemeinsam mit Streetwork Hietzing das Areal betreten und unter professioneller Anleitung ein Workshop angeboten werden kann.

Seitens der Stadt Wien gibt es auch das Projekt "Wiener Wand". Hierbei werden Wien-weit geeignete Graffiti-Wände ausgewiesen. Die zu Hietzing nächstgelegene Graffiti Wand befindet sich im Skatepark Bergmillergasse im 14. Bezirk. Hier dürfen die Stützmauern des Zaunes mit Graffiti bemalt werden. Eine Karte mit allen Örtlichkeiten kann unter  https://spraycity.at/legal-walls-wien  abgerufen werden.




Schule und Schulhof

Der kaputte Zaun bei unserer Mittelschule

Wir haben festgestellt, dass der Zaun beim Weg zum Bahngleis in der Nähe der NMS Veitingergasse (hinter der Schule) schon teilweise kaputt, rostig und schief ist. Der Zaun sollte dringend erneuert und verbessert werden. Das würde dazu führen, dass der Weg schöner wird und vielleicht auch mehr Sicherheit besteht. Wir benützen den Weg hier wirklich sehr oft. Es handelt sich dabei um den Zaun der den Bahnweg von den Gleisen trennt. Hier wäre eine Verbesserung der Situation wirklich dringend notwendig und sinnvoll!

Wir haben diesen Hinweis an die ÖBB weitergleitet (diesen gehört das Grundstück, auf dem die Bahnstrecke verläuft, sowie der unmittelbare Nahebereich). Demnächst wird der Zustand des Zaunes überprüft und notwendige Reparaturen werden eingeleitet. Danke für den Hinweis! Im Zuge des Projektes Attraktivierung der Verbindungsbahn wird im Verlauf des Hildegard-Teuschl-Weges ein barrierefreier Geh- und Radweg in entsprechender Breite komplett neu errichtet; die heute vorhandene Stufenanlage in der Mitte des Weges entfällt dann. Mit diesem Projekt wird auch ein durchgehender Lärmschutz entlang der Verbindungsbahn (zwischen Bahn und Weg als Ersatz für den von Ihnen angesprochenen Zaun) hergestellt. Bis zur Neuerrichtung der Verbindungsbahnstrecke werden keine umfangreichen Neugestaltungen vorgenommen.


Raum für Obdachlose

Mit unserer Idee und unserem Antrag möchten wir bewirken, dass selbst Obdachlose die Möglichkeit für ein Dach über dem Kopf haben. Sie sollen humaner behandelt werden, genauso wie Du und ich. Obdachlose sollen in Hietzing einen Aufenthaltsraum bekommen, mit Ansprechpersonen, damit sie vielleicht die Möglichkeit haben von der Straße runter zu kommen. Aus unserer Sicht hat jeder Mensch das Recht auf einen Aufenthaltsraum der nicht die Straße ist. Wir beantragen, dass die Politik in Hietzing da aktiv wird und uns informiert was es gibt und wie es weitergeht.

Euer Anliegen ist gut und richtig, deshalb freut es mich sehr euch mitteilen zu können, dass es diesen Aufenthaltsraum für Personen ohne Obdach mit einer entsprechenden Betreuung bereits gibt.

Im Geriatriezentrum am Wienerwald, genauer im Pavillon VIII, besteht eine Notschlafstelle, die durch die Johanniter betrieben und auch sehr gut angenommen wird. Zusätzlich gibt es von den Hietzinger Pfarren regelmäßige Ausspeisungen, sodass die Versorgung mit warmen Mahlzeiten gewährleistet ist. Ihr seid herzlich eingeladen, euch bei den Pfarren zur Mithilfe zu melden, es werden immer Freiwillige gebraucht.

 https://www.meinbezirk.at/hietzing/c-lokales/johanniter-in-hietzing-zu-gast-in-der-notschlafstelle-am-wienerwald_a2377768 




Verkehrssituation

Ampelschaltung Rohrbacherstrasse

Wir beantragen eine zusätzliche Ampel bei der sehr großen und unübersichtlichen Kreuzung Rohrbachstraße Hietzinger Hauptstraße in Richtung Wolfrathplatz. Aus unserer Sicht ist die Kreuzung sehr unübersichtlich. Gerade wenn die Autos den Bus in der Station überholen fahren sie sehr oft mit hoher Geschwindigkeit über den Zebrastreifen auf dem die aus dem Bus ausgestiegenen Bürger gerade die Straße überqueren. Unser Ziel ist, dass die Menschen hier mehr Sicherheit haben. Uns ist es wichtig, damit die Bürger hier mehr Sicherheit haben und auch Ordnung im Verkehr ist.

Es ist vollkommen richtig, dass es für diese Kreuzung seit langem den Wunsch nach Verbesserung gibt. Leider ist durch die komplizierte Situation dieser Kreuzung und den begrenzten Platz eine großzügige Umgestaltung des Bereiches äußerst schwierig. Es gab z. B. auch schon einen Planungswettbewerb mit Teilnehmern der TU Wien, der allerdings auch kein umsetzbares Ergebnis erbrachte. Nach Auskunft der Dienststellen der Stadt Wien wird aktuell wieder geplant, Maßnahmen zu setzen, um Verbesserungen, speziell für Fußgänger/innen zu erreichen.


Verbesserung der Ampelschaltung bei Unter St. Veit

Die Ampelschaltung bei der U-Bahn-Station Unter St. Veit wird nur sehr selten umgeschaltet und es ist hier viel zu kurz Grünphase. Wir beantragen, dass gerade zu den Stoßzeiten wo viele SchülerInnen unterwegs sind – das wäre zwischen 7:00 und 8:00 – die Ampelschaltung besser für Fußgänger ist und öfter/länger Grünphasen sind. Es warten dort sehr viele Jugendliche zu lange auf dem Weg in ihre Schule. Also hätten viele Kinder etwas von der Änderung und auch einige Erwachsene.

Die Ampelschaltung ist auch in Bezug auf die Beginnzeiten der Schulen und auf die generelle "Rush hour", also jene Zeit am Vormittag, in der das Verkehrsaufkommen, auch in Bezug auf die U-Bahn und auf Fußgänger/innen am höchsten ist, abgestimmt. Die Grünphase beträgt zwischen 10 und 20 Sekunden. Nach Ende der Grünphase folgt die sogenannte „Räumphase“, diese beträgt 12 Sekunden. In der „Räumphase“ ist die Fußgängerampel auf Rot geschaltet, die Autofahrerinnen und Autofahrer im Wiental stadteinwärts haben ebenfalls rot. Dieser Zeitraum soll dazu dienen, dass alle den Kreuzungsbereich verlassen können. Insgesamt stehen für das Queren des Schutzweges mindestens 22 Sekunden zur Verfügung, dieser Zeitraum ist einheitlich geregelt und wird von Polizei und MA46/ Verkehrssicherheit und Verkehrsorganisation als ausreichend, auch für Ältere und Kinder betrachtet. Das Verkehrsaufkommen im Wiental ist sehr hoch, es ist nicht möglich diese Zeiträume einzeln zu verändern bzw. die Grünphase für den Autoverkehr zu verkürzen, ohne massive Staus zu produzieren. Die Schaltung aller Ampeln im Wiental ist abgestimmt und kann nicht für einzelne Kreuzungen verändert werden.